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Spezielle Übungen für Golfer

Liebe Anhänger des Golfsports,

oft hört man, dass Golf keine Sache der Kraft sei. Sonst könnten Kinder schließlich kein Golf spielen. Stimmt. Zum Teil. Jedoch bedarf das einer differenzierten Betrachtung.


Natürlich ist die grobe Muskelkraft nicht zwingend Voraussetzung, um gutes Golf zu spielen. Schauen wir uns aber die Golfathleten im Profibereich an, finden wir zunehmend athletische Typen, die sehr wohl viel Zeit mit Fitness verbringen.
Entscheidend ist dabei die golfspezifische Fitness.

Allein das Training einzelner Muskeln bringt kaum Vorteile - außer vielleicht gutes Aussehen. Vielmehr müssen ganze Muskelketten in das Training mit einbezogen werden.
Folgende Übungen verdeutlichen dies.


Bild 1 zeigt die Ausgangsposition. Schulterbreiter Stand. Driver mit dem Schaft quer vor die Schultergelenke. Ziel dieser Übung ist es ein Gefühl dafür zu bekommen, wie der Schlägerkopf ohne zutun der Arme und Hände durch die Rotation des Rumpfes beschleunigt werden.
Diese Übung ist auch sehr gut zum Aufwärmen geeignet.


Bild 2 zeigt die Einleitung der Bewegung. Dabei übernimmt der Oberkörper den größten Anteil. Oberkörper zu Becken im Verhältnis von ca. 3:1. Die rechte Ferse drückt mit der Innenseite fest in die Unterlage und verhindert damit eine Rotation im rechten Knie.


Bild 3. In der Beschleunigungsphase rotiert der Oberkörper nach dem Becken. Dazu ist zunächst der Abdruck über den Vorfuß erforderlich. Dieses ist bei dem vorliegenden Bild 3 NICHT der Fall. Der Fuß dreht zu spät. Dadurch entsteht eine starke und vermeidbare Belastung der Lendenwirbelsäule.

Bild 4 zeigt das Ende der Bewegung. Die Ausführung in den Abschwung erfolgt explosiv, jedoch kontrolliert. Alle Parameter müssen stimmen. Schnell schleifen sich falsche Bewegungsmuster ein, die nur mühsam wieder entfernt werden können. Ich empfehle deswegen immer für die ersten Trainingseinheiten, einen Profi zu Rate zu ziehen. 


Bild 5. Natürlich kann das Training mit Hilfsmitteln erfolgen. Hier findet der Bioswing der Fa. Haider Anwendung. Er hat den wesentlichen Vorteil gegenüber einem FlexiBar, dass die Frequenz der Schwingung einstellbar ist und individuell auf den Trainierenden je nach Zielsetzung justiert werden kann.


Bild 6 letztendlich zeit den sogenannten Side Bend - den Seitstütz. Vorteil der Variante auf der Hand ist die Stabilisation des gesamten Schultergürtels. Wird diese Übungen auch noch mit Rumpfrotation ausgeführt, erfolgt die Stabilisation mit einer kontrollierten Mobilität über den gesamten Gelenkradius.

Alle vorgestellten Übungen haben weniger mit intramuskulärer Koordination (Maximalkraft) zu tun, sondern viel mehr mit intramuskulärer Koordination - also dem Zusammenspiel der Muskeln untereinander und der Verschaltungen innerhalb des Nervensystems.
Letztendlich muss über das Jahr der Mix stimmen. Das ist Bestandteil eines individuellen Trainingsplanes, den Jürgen Pagel gerne für Sie erstellt.




Jürgen Pagel | Gesundheit + Sport
Physio- und Manualtherapie
Personal Fitness Training
Pilates Training
Golf Fitness Training
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