Cola und Knochenbruch ...

Cola-Getränke machen Knochen zerbrechlich
Wird Cola regelmäßig getrunken, kann dies bereits bei jungen Mädchen das Osteoporose-Risiko und damit die Gefahr für Knochenbrüche steigern. Der negative Effekt betrifft vor allem Mädchen, die Brüche wiederum finden sich vor allem im Bereich von Handgelenk und Unterarm.

Weniger Cola trinken
Osteoporose ist vor allem ein Problem der Senioren. Doch bereits Teenager können davon betroffen sein oder zumindest den Grundstein dafür legen. Der Grund? Zu viel Cola schadet vermutlich den Knochen. Mehrere Studien in den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass der übermäßige Konsum von Cola-Getränken möglicherweise gesundheitsschädigende Einflüsse hat – auf das Gewicht, die Nieren und auch auf die Knochen.
Doch auch ältere Frauen sind vor dem negativen Effekt von Cola nicht gefeit: Auch bei ihnen zeigt sich eine verminderte Knochendichte (vor allem im Bereich der Hüften), wenn sie jeden Tag Cola trinken. Diese Wirkung tritt übrigens nicht nur bei normalen Cola-Produkte auf, sondern auch bei Cola-Light-Getränken und – etwas abgeschwächt – entkoffeinierte Cola-Getränken.

Cola-Getränke enthalten viel Phosphat in Form von Phosphorsäure. Phosphat verhindert die Aufnahme des Minerals Kalziums in den Knochen und führt damit zu einer Verminderung der Knochendichte. Cola-Getränke bestehen aus Zucker, Koffein und Phosphorsäure und enthalten pro Liter 140 Milligramm Phosphat. Gerade in einem Alter, das für den Knochenaufbau und die Knochendichte sehr entscheidend ist, trinken viele Mädchen vermehrt phosphathaltige Getränke.
Gleichzeitig verzichten sie aus Angst dick zu werden auf kalziumhaltige Nahrungsmittel. Die empfohlene tägliche Zufuhr von Kalzium für die Altersgruppe von 13 bis unter 19 Jahren liegt bei 1200 Milligramm, danach bei 1000 mg. Laut amerikanischer Untersuchungen liegt die durchschnittliche Kalziumaufnahme in dieser Altersgruppe bei den Mädchen jedoch darunter. Doch gerade in diesem Alter ist eine ausreichende Kalziumversorgung wichtig, um das Risiko im Alter an Osteoporose zu erkranken zu minimieren.

Nicht nur in der Cola
Phosphat findet sich nicht nur in der Cola. Es wird als Konservierungsstoff eingesetzt und ist somit in nahezu allen Nahrungsmitteln enthalten, die auf Grund ihrer Zusammensetzung haltbar gemacht werden müssen. Frische Lebensmittel enthalten in der Regel relativ wenig Phosphat (http://www.lilly-pharma.de/gesundheit/osteoporose/richtige-ernaehrung/nahrungsmittel-im-ueberblick.html).

Milch trinken reicht nicht
Der Verzehr von Milchprodukten bringt uns nicht wirklich weiter. Ohne jetzt wieder eine leidvolle Diskussion über Milch loszutreten - lediglich 25-30% des in der Milch und Milchprodukten enthaltenen Kalziums kann von unserem Körper verwertet werden. Das hat seinen Grund in der sog. Lactose-Unverträglichkeit - übrigens ein vollkommen normaler Zustand! Salate und Gemüsesorten wie Rucola, grüner Kohl oder Broccoli und bestimmte Mineralwasser (natriumarm!) enthalten viel Kalzium. Aber Achtung! Mineralwasser alleine reicht definitiv nicht. Um den Mineralstoffgehalt zu decken, den unser Körper täglich braucht, müssten wir täglich mehr als sechs Liter Mineralwasser trinken. Besser ist es, auf Nahrungsmittel mit einem hohen Phosphatanteil zu verzichten (z.B. Schmelzkäse, Wurst, Fleisch und Fertigprodukte).

Guten Appetit und gesunde Knochen wünscht


Jürgen

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

CMD - ein vielschichtiges Krankheitsbild

Flaggen in der Physiotherapie

Physiotherapeut - der missverstandene Beruf