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Vom Umgang mit den Medien

Heute geht es mal ausnahmsweise um den Umgang mit den Medien. Der ist nämlich mittlerweile ziemlich komisch geworden.
Beginnen wir mit dem Telefon. Manche Leute meinen, man sitzt den ganzen Tag nur herum und wartet darauf, das man an´s Telefon geht. Tatsächlich aber gibt es Menschen, die zum arbeitenden Teil der Bevölkerung gehören und sich um ihre Arbeit, die Menschen, mit denen sie zusammenarbeiten, ihre Kunden oder sonst wen kümmern. Deswegen können sie mitten in einem persönlichen Gespräch nicht an das Telefon gehen.
Weil sich das nämlich nicht gehört. Das ist unhöflich und ich persönlich hasse es nahezu, wenn mein Gesprächspartner, mein Kunde oder mein Patient mehrmals während einer Stunde telefoniert und ich wie ein Depp daneben stehe.
Für den Zweck der "Dennocherreichbarkeit" haben die Provider - und das sind defintiv alle - eine andere Möglickeit der sogenannten "Pseudoerreichbarkeit" geschaffen. Nämlich die Mailbox. Das ist recht praktisch, kann man doch eine mittlerweile nahezu beliebig lange Nachricht hinterlassen. Manche nutzen das schamlos aus und den Rekord hält zumindest auf meinem Telefon eine Anruferin mit sage und schreibe fast vier Minuten.
Aber es geht natürlich auch deutlich kürzer. Denn in der Kürze liegt die Würze. "Ruf´ mich an!" reicht in der Regel ja auch schon aus. Immer wieder trifft man allerdings auch Menschen, denen selbst das zuviel ist. "Ich spreche nicht gern mit einem Automaten." ist ein Argument. Witzig, wenn ich sowieso schon einen Automaten am Ohr habe.
Egal. Dann bleibt ja immer noch die SMS, wenn auch die Zahl der Deutschen, die das nutzen anscheinend deutlich abgenommen hat. Einfach ein "Bitte um Rückruf" reicht in der Regel aus. Vielleicht noch kurz den Grund dazu und alles wird gut. Aber offensichtlich scheint die Funktion auf vielen Handy´s oder Smartphones unterdrückt zu sein. Also lieber im Laufe eines Tages zehnmal anrufen und hinterher sagen, man sei gar nicht erreichbar.
Wenn man dann sagt, das man viel unterwegs ist und z.B. im Auto sitzt, erntet man extremes Unverständnis. Von dem Umstand, das weder SMS-Schreiben noch telefonieren im Auto wirklich neben dem Lenken, Navi gucken, Essen und Trinken sowie Gas geben und ab und zu mal Bremsen echt eine Herausforderung ist, die selbst mit Freisprecheinrichtung extrem ablenkt, haben viele offensichtlich noch nichts mitbekommen.
Jemand nicht zu erreichen, ist natürlich bei einer Faxnummer, zwei Telefonnummern, zwei E-Mail-Adressen und einer Homepage sehr schwierig. Vor allem, wenn man nur telefonieren, aber nicht schreiben kann.
Aber das ist ja noch nicht alles. Lustig wird es beim googeln. Es ist tatsächlich so, dass Google ein Mindestmaß an Intelligenz voraussetzt. Sonst kommt definitiv nix dabei heraus. Google bietet mir bei der undifferenzeirten Eingabe von Suchbegriffen immerhin bis zu einigen hunderttausend Seiten an. Das muss gefiltert werden. Wenn ich also Käse eingebe, kommt auch nur Käse heraus. Und wenn ich keine Bildung habe, bildet mich Google auch nicht, weil ich gar nicht weiß, wie ich die Informationen selektieren soll. So einfach ist das.

So, jetzt ruft mal weiter schön an.

Beste Grüße

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