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Faszien und Wasser

Was bei den Diskussionen unter selbsternannten Experten immer wieder zu kurz und deswegen auch im Hype um diese Thematik beim Laien definitiv nicht an-kommt ist die Tatsache, dass neben dem vermeintlichen Allheilmittel des Rollens mit BlackRoll und Co., auch andere Maßnahmen zur Fasziengesundheit wesentlich beitragen.
Das Faszientraining besteht im Wesentlichen aus vier Bereichen:

  1. Soft-Tissue-Stretching
  2. Rebound Elasticity
  3. Fascial Release (lediglich hierbei kommt die Rolle in´s Spiel)
  4. Fluid Refinement
Erst die Verbindung aller vier Elemente kann zur Verletzungsprophylaxe und Leistungssteigerung beitragen.

Und anhaltende Geschmeidigkeit wird letztendlich nur durch eines garantiert:
Wasser. Der menschliche Organismus besteht zu ca. 70 % aus Wasser. Bereits ein Verlust von 2 % Körperwassers haben eine Leistungseinbuße von ca. 20 % und mehr zur Folge.
Wer das nicht berücksichtigt, ist mit seiner Rolle fehl am Platz.



Denn Faszien verfilzen, wenn sie nicht ausreichend mit Flüssigkeit versorgt werden. Je geringer der Flüssigkeitsgehalt in diesem Gewebe (Wasser wird zu einem überwiegenden Teil in den Faszien gespeichert), umso größer die Gefahr von Übersäuerung und Verklebungen/ Verhaftungen der Schichten untereinander!

Wasser versorgt, durchspült, schwemmt aus, reinigt unseren Körper.

Deswegen mindestens 35 ml Wasser (Wasser! Nicht Weizenbier!) pro Kilogramm Körpergewicht. So sollte ein ca. 80 Kg schwerer Mann unabhängig seines Alters pro Tag ca. 2,8 Liter Wasser trinken.
Kommt sportliche Leistung mit Schwitzen dazu, sind das pro Stunde noch einmal ca. 200 ml zusätzlich!

Regelmäßiges Trinken in Verbindung der vier oben genannten Faszientechniken bringen WIRKLICHE Fasziengesundheit. Alles andere ist Effekthascherei und Spektakulärmedizin.

Beste Grüße
Jürgen Pagel

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